Von großer Bedeutung ist die zeitliche Entwicklung der Jugendkriminalität,
die in den letzten Jahren anscheinend konstant steigt. Alkohol, Drogen
und Verbrechen liegen eng beieinander. Je mehr Rauschmittel, desto
häufiger auch Gewalt und Kriminalität.
Gewalt-
und Kriminalitätsvorbeugung ist deshalb schon seit langem ein
großes Thema bei zahlreichen Vereinen, und gerade Sport bietet
den perfekten Rahmen für eine erfolgreiche Präventionsarbeit.
Durch soziales Engagement sowie durch die tägliche Arbeit mit
Kindern und Jugendlichen werden Prävention und Aufklärung
aktiv und adäquat umgesetzt.
In der Jugendphase sind leichte und mittlere Straftaten nicht ungewöhnlich,
denn bei den meisten Jugendlichen geht es lediglich um das Ausprobieren
von Grenzen. Sie lernen dadurch auch die Geltung von Regeln und Normen.
In den meisten Fällen kommen diese kriminellen Jugendlichen aus
sozial benachteiligten Familien bzw. einem Umfeld, dass die kriminelle
Entwicklung nur begünstigt. Rechtzeitig erfolgende und pädagogisch
bewährte Maßnahmen durch das soziale Umfeld, z.B. die Jugendhilfe
in Vereinen, haben hier die größte Chance, diese Entwicklung
zu bremsen. Wichtig sind hier beispielsweise der Aufbau eines Rechtsbewusstseins
und die frühzeitige Gestaltung von sozialen Bindungen in einem
kriminalitätsfernen Umfeld.
Wir wollen Kinder aus Familien, deren Eltern nicht die Möglichkeit
haben, den Beitrag für einen Sportverein aufzubringen, trotz
finanzieller Engpässe die Möglichkeit geben, in ihrer Freizeit
Sport zu treiben. Und das mit einer Gruppe von Menschen, in der sie
betreut werden, der sie sich zugehörig fühlen können
und nicht vom rechten Wege abkommen.
Die Sportkurse werden von erfahrenen lizensierten Trainern durchgeführt.
Die pädagogische Betreuung von diplomierten Sozialpädagogen
ist ein weiterer Verantwortungsbereich, damit direkt auf die persönlichen
Umstände der Teilnehmer eingegangen werden kann. Auch so genannte
Präventionsberater der Polizei stehen als Ansprechpartner jederzeit
zur Verfügung und sind als aktive Partner in das Programm eingebunden,
ohne für betroffene Kinder und Jugendliche als "Gefahr"
angesehen zu werden.